Häufige Fragen zu Arbeitspsychologie/BGM

Was ist ein/e ArbeitspsychologIn?

Ein/e ArbeitspsychologIn benötigt für die Berufsbezeichnung mindestens ein abgeschlossenes Psychologiestudium. Die meisten haben auch noch einen einjährigen Turnus absolviert und ein postgraduales Studium zum/zur klinischen und Gesundheitspsychologen/-in absolviert. Zusätzlich haben sich ArbeitspsychologInnen durch entsprechende Lehrgänge zu arbeitspsychologischen Themen wie Evaluierung, Wirtschaft, Führung, Fehlbelastungen, Ergonomie etc. Zusatzkompetenzen aufgebaut. Hinzu kommt Erfahrungswissen aus anderen Betrieben. Aufgabe ist es, für menschengerechte Arbeitsbedingungen zu sorgen, sowohl auf der individuellen als auch auf organisatorischer Ebene. ArbeitspsychologInnen werden auch explizit im AschG als „sonstige“ Fachleute empfohlen. Das unterscheidet Arbeitspsychologie von anderen „neuen“ Gesundheitsberufen. Zum einen ist Qualität sichergestellt und zum anderen gibt es entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen.

Wie viel Zeit ist für eine Evaluierung/BGF Projekt, etc. im Unternehmen einzuplanen?

Das ist abhängig von der Größe des Unternehmens, von der Ausgangslage, dem Ziel und der Qualität der Projektgruppe.

Rechnen Sie bei einigen Monaten Vorlaufzeit und anschließender Durchführung (Evaluierung) bis zu 2 Jahren für die gesamte Implementierung ein. Das wöchentliche Stundenausmaß kann einige Wochenstunden in Anspruch nehmen. Dies wird jedoch im Vorfeld in der Steuerungsgruppe abgeklärt, damit auch personell von Unternehmensseite gut geplant werden kann.

Welche Mitwirkende werden bei Projekten benötigt?

Je nach Aufgabenstellung sind es PersonalvertreterInnen, Betriebsrat, ArbeitsmedizinerInnen, Sicherheitsvertrauensperson, Präventivkräfte und externe ExpertInnen. Diese Gruppe bildet die Steuerungsgruppe die im Unternehmen für die Durchführung, Kommunikation, etc. sorgt.

Inwieweit müssen die Mitarbeitenden in Befragungen eingebunden werden?

Partizipation der MitarbeiterInnen ist eines der zentralen Elemente, damit Prozesse und Projekte erfolgreich verlaufen. Die Mitarbeitenden müssen eingebunden und informiert werden. Wird ein Teil der Belegschaft ohne sachliche Rechtfertigung ausgeschlossen, wird der Prozess von diesem Teil nicht mitgetragen werden. Darin besteht eine Gefahr zu scheitern!

Wie anonym sind die Befragungen?

Wir achten sehr sorgfältig darauf, dass die Fragebögen keiner Person zuordenbar sind. Anonymität ist uns und den Beteiligten sehr wichtig.

Kann ein Unternehmen auch einen eigenen Fragebogen in Auftrag geben?

Selbstverständlich. In vielen Fällen ist die Neugestaltung eines Fragebogens sogar sehr sinnvoll. Für einige Fragestellungen bieten sich standardisierte Fragebögen an. Wichtig ist, dass wissenschaftlichen Kriterien zur Erstellung von Fragebögen eingehalten werden.