Durst hat nichts damit zu tun!

Ein Jugendprogramm zum Thema Alkohol setzt ebenso in einer Entscheidungsphase an. Allerdings nicht bei:„Soll ich´s probieren oder nicht?“

Alkohol ist ein viel massiveres Problem, als unsere Gesellschaft es wahrhaben möchte.

Werden Alkoholsüchtige und Betrunkene oft massiv diskriminiert, ist es bis zu dem „einen Glas davor“ anscheinend kein Problem, bzw oft sogar erwünscht.

Die Gefahr und die Herausforderung bei unserem Alkohol-Workshop gehen von der gesellschaftlichen Akzeptanz aus. Eine Abstinenz, wie beim Rauchen oder bei illegalen Drogen, mag wünschenswert sein, ist aber in der Breite wenig wirksam.

Auf realistischer Ebene überzeichnen wir hier die Auswirkungen von Alkohol. Machen Kontrollverlust zu dem was er ist: Unkontrollierbar und nicht erstrebenswert. Stellen klar, dass der/die erste Betrunkene der/die LoserIn ist und nur wer klar bleibt, das Geschehen und den Abend lenken kann.

Problembewältigungsstrategien sind bei Alkohol ein zentraler Punkt. Ist doch der Rausch scheinbar der Gewinn dabei. Mit Zahlen und Power Point ist aber niemand zu beeindrucken. Kein Alkoholiker und ebenso wenig Jugendliche. Verhaltensalternativen zeigen hier neue Möglichkeiten.

Erst eine Erkenntnis aus der eigenen Überlegung kann die Selbstverständlichkeit von Alkoholkonsum ins Wanken bringen. Gezielte Fragen und Denkansätze führen zu beeindruckenden Ergebnissen bei Gruppenarbeiten der Jugendlichen.