Rauchen? Uncool!

Mehr als ein Drittel der Jugendlichen, die jemals eine Zigarette probiert haben, werden zu RaucherInnen!

Ein Jugendprogramm setzt in der Entscheidungsphase an. „Soll ich's probieren oder nicht?“

„Weniger-rauchen-Programme“ geben auch NichtraucherInnen die Botschaft: „Du kannst es kontrollieren!!!“ - Das ist wenig zielführend.

  • Die Entscheidung nicht zu beginnen muss aus einer intrinsischen Motivation kommen, um den „Verlockungen“ des Rauchens mit Distanz begegnen zu können.
  • Alle vernünftigen Gründe warum man nicht rauchen sollte, stellen meist extrinsische Motivationen dar. Geld, Gesundheit, etc...
  • Gründe für das Rauchen stellen vermehrt intrinsische Motivatoren dar: zB. Soziale Anerkennung in diversen Auswüchsen. Cool sein, dazugehören, beeindrucken...
  • Wirkungsvolle Raucherberatung bei Jugendlichen muss an den intrinsischen Motivatoren ansetzen. Erst wenn diese verschwunden sind, können externe Motive ihre fördernde Wirkung zeigen.
  • Peer-Groups fördern das Wirken auf die Primärmotivation. Trennen Sie sie nicht!
  • Die zu bearbeitenden intrinsischen Motivatoren müssen von den Gruppenmitgliedern kommen.
  • Aufklärung muss gezielt an diesen Faktoren ansetzen. Keine langen, starren Vorträge!
  • Klassisches Lernen hat gegen Sozalisierungsprozesse wenig Chance.

Absolutes NO-GO:

  • (Noch-)Nichtraucher aus dieser Maßnahme auszuschließen. (Aufmerksamkeit bedeutet Belohnung. Belohnen Sie nicht die RaucherInnen!)
  • Verbote im Workshop, was das Rauchen betrifft.
  • Gefühlsmäßige oder persönliche Betroffenheit wegen dem Rauchen. (Aber eine klare Haltung!)
  • Das Ergebnis muss sein, dass alle aufhören wollen.